Recycling oder Zellstoff bei Hygienepapier?
Recyclingfasern schonen Ressourcen; Zellstoff punktet oft bei Weichheit und Optik. Die Wahl hängt vom Einsatzort und Ihren Nachhaltigkeitszielen ab — Zahlen vom Umweltbundesamt helfen bei der Einordnung.
Stand 8. Oktober 2026 · Autor: Papier21
Das Wichtigste in Kürze
- Recyclingfasern sparen laut UBA im Mittel 78 % Wasser, 68 % Energie und 15 % CO₂ gegenüber Frischfaser.
- Altpapieranteil in Hygienepapier lag 2024 nur noch bei 39 %.
- Pro-Kopf-Verbrauch Hygienepapier in DE etwa 18–19 kg/Jahr.
- Personalbereiche: oft Recycling; Gäste-WCs: oft Zellstoff.
Was die UBA-Zahlen bedeuten
Das Umweltbundesamt weist aus, dass Recyclingfasern gegenüber Frischfaser im Mittel deutlich weniger Wasser und Energie brauchen und CO₂ einsparen. Gleichzeitig ist der Altpapieranteil im Hygienepapier 2024 auf 39 % gesunken — Frischfaser gewinnt Marktanteile. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei etwa 18–19 kg pro Jahr.
Praxis im Betrieb
Für Personal-WCs und Werkstätten ist Recycling-Tissue oft die wirtschaftliche und ökologisch sinnvollere Wahl. Wo Gäste Weichheit und Weiße erwarten, greifen Betriebe zu Zellstoff — oder mischen die Qualitäten nach Bereich.
Siegel und Stand prüfen
Siegel wie Blauer Engel, EU Ecolabel und FSC haben unterschiedliche Anforderungen an den Altpapieranteil. Aktuellen Stand und Kriterien immer an der Quelle prüfen.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Wassereinsparung | im Mittel 78 % | Umweltbundesamt |
| Energieeinsparung | im Mittel 68 % | Umweltbundesamt |
| CO₂-Einsparung | im Mittel 15 % | Umweltbundesamt |
| Altpapieranteil Hygienepapier 2024 | 39 % | Umweltbundesamt |
| Pro-Kopf-Verbrauch DE | 18–19 kg/Jahr | Umweltbundesamt |
